Tierschutzverein Europa
Endlich daheim...


24. Februar 2021
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Hallo liebes Team,

Mein Name ist Ambar, bei Ihnen Tundra, nach vielen Jahren muss ich mich doch mal melden.
Mir geht es super o gut, nur mein Herz braucht Medizin.
Habe es mit meiner Adoptionsmutter und ihrer Familie sehr gut angetroffen. Bin jetzt etwas verwöhnt und bekomme auch immer das, was ich will.....bin einfach Prinzessin. Bin aber trotzdem gehorsam und lieb.
Komme mit allen anderen Vierbeinern gut aus, nur manche Mädels mögen mich einfach nicht.

Habe vor 6 Jahren auch noch ein Herrchen bekommen und leben jetzt in seinem großen Haus. Mein Herrchen mag ich besonders. Wenn mein Frauchen schon mal schimpft, dann schaue ich mein Herrchen an, ob er der gleichen Meinung ist. Er hält immer zu mir, da kann Frauchen machen was sie will. Von ihm bekomme ich immer viele Leckerli, deshalb ist Frauchen mit Herrchen manchmal sauer.

Wenn es mir nachts in meiner Höhle, die im Schlafzimmer steht, zu kalt ist, dann kuschel ich mich zu meinem Herrchen.
Ab und zu bekomme ich Besuch von Belize, sie war noch ganz klein als sie zu Frauchens Familie kam. Ich habe ihr alles beigebracht was man so im Leben wissen muss.

Heute ist sie drei Jahre alt und mir viel zu wild. Ich habe es jetzt lieber gemütlich. Wie ihr auf dem Bild seht verstehen wir uns prima.
Ich wünsche allen meinen Vierbeinigen Freunden im Heim, dass sie alle bald ein schönes Körbchen finden.
Ich habe in jedem Zimmer eines stehen, damit ich immer in der Nähe meiner Adoptiveltern bin.
Alles liebe 💕 für Euch alle
Eure Ambar



31. Januar 2021
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Unser kleiner „Spanier“, wie wir ihn liebevoll nennen, bereichert unser Rudel nun seit guten 2 Jahren. Zu Beginn war er wie zu erwarten sehr verängstigt und schüchtern. Aber inzwischen ist er dank seiner großen Freunde zu einem richtigen Draufgänger geworden. Kein anderes Rudelmitglied darf sich innerhalb des Rudels so viel erlauben wie er. Da wird am Ohr gezupft, an der Lefze gezogen, „erlegt“ und gekämpft. Und natürlich lassen sie ihn gewinnen. Als wenn sie wüssten, dass Aniken einen schweren Start hatte. Er ist einfach ein Pausenclown dem man einfach nicht böse sein kann, auch wenn er mal wieder mitten auf dem Esszimmertisch steht. 🤷🏻‍♀️😂😂😂


30. Januar 2021
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Elly ist jetzt für immer daheim !

Der Wunsch
Nachdem im März 2019 das letzte unserer zwei zugelaufenen Kätzchen verstorben war, stand die Entscheidung für uns fest: jetzt sollte es nach vielen Jahren endlich wieder ein Hund sein. Nach mehreren langen Beratungsgesprächen mit unserer Vermittlerin Regina fiel die Wahl auf Estella (das war früher dein Name, denn du kommst aus Spanien).

Am 08. Mai 2019 haben wir uns nachts mit unserem Wohnwagen auf den Weg nach Emmendingen gemacht. Am nächsten Vormittag um 11.10 Uhr war es soweit. Am vereinbarten Treffpunkt wurden viele Hunde auf die Arme ihrer neuen Menschen gegeben. Du wurdest an an der Leine zu uns geführt: stolz, ungebrochen, aber mit diesem misstrauischen Blick, den alle Hunde haben, die Schlimmes in ihrem Leben durchmachen mussten. Das konnte man an der großen kahlen entzündeten Wunde an deinem rechten Hinterbein und den vielen feinen Striemen an deinen Pfoten sehen. Wir vermuten, dass man dich einmal an den Beinen festgebunden hat.

Der Weg
Regina half uns, dich in die Box in unser Auto zu heben. Du hast geknurrt, denn das wolltest du nicht so gerne. Bereits eine viertel Stunde später waren wir am Wohnwagen-Stellplatz und haben dich aus dem Auto gelassen, dir Futter und Wasser angeboten. Du hast nur getrunken, und beim Spaziergang nicht einen Tropfen Pippi gemacht. Auf dem langen Heimweg haben wir oft angehalten, damit du dich entleeren konntest. Du hast nichts gemacht, und wolltest nicht mehr ins Auto zurück, und schon gar nicht in die Box. Du hast geknurrt und die Zähne gefletscht. Mit viel gutem Zureden, Leckerchen und einem leichten Schubs haben wir dich auf eine Decke auf den Rücksitz buxieren können. Du warst todmüde, hast den Rest der langen Fahrt versucht zu schlafen (immer ein Auge offen, denn du hattest Angst und hattest noch kein Vertrauen zu uns).

Abends daheim angekommen hast du dich gleich unter den großen Tisch ins Wohnzimmer gesetzt. Wir haben unsere Sachen ausgeladen, dich ganz in Ruhe gelassen. Deinen Wassertopf und Fressnapf hast du sehr schnell entdeckt und beim abendlichen Gassi-Gang nach 12 Stunden ! endlich Pippi gemacht.

Am ersten Abend haben wir im Wohnzimmer bei dir geschlafen, du schliefst unter dem Tisch.

In der zweiten Nacht bist du von ganz allein in dein Hundebett gegangen, was dir offensichtlich gefallen hat. Du hast uns von dort aus immer akribisch beobachtet, hast uns studiert.

In der dritten Nacht bist du an mein Bett gekommen, hast gewimmert. Ich habe dich vorsichtig gestreichelt, dich beruhigt, dann bist du wieder gegangen. Am nächsten Morgen bin ich durch einen mächtigen Gestank wach geworden. Du hattest dich in unserem Büro mit einem dicken Haufen nach Tagen endlich entleert. Du schlaue Hündin wolltest mir das nachts mitteilen. Natürlich gab es kein Schimpfen und kein Wort darüber.

In den nächsten Wochen hast du uns weiterhin immer bei allem was wir taten beobachtet, bist hinter uns hergelaufen, vorsichtig, denn du gehst z.B. nie in ein Badezimmer ! (Vielleicht wurdest du früher in einem eingesperrt ?) Du konntest vom Haus in den Garten laufen, was dir gut gefiel. In der Sonne liegen findest du schön, bist aber sofort wieder hinterhergelaufen, wenn einer von uns ins Haus ging. Bestimmt hast du Verlustangst gehabt.
Nach vier Wochen haben wir dir ein Hundereisebett für das Auto gekauft, und dich langsam mit Geduld daran gewöhnt, wieder ins Auto zu springen. Das Bett gefiel dir, du konntest von da aus den Fenstern herausschauen, und vorne durch das Schutzgitter zu uns ins Auto. Heute gibt es nichts Schöneres für dich, als mit uns mitzufahren! Allerdings geht es gar nicht, wenn einer von uns draußen steht mit dir, und der andere das Auto einparkt. Dann bellst und heulst du ganz fürchterlich. Bestimmt hast du Angst, zurückgelassen zu werden, so, wie man dich in Spanien an der Tötungsstation angebunden hat, und davongefahren ist.
Deswegen binden wir dich niemals draußen vor einem Geschäft an, du wartest im Auto, wo du dich sicher fühlst, oder jemand bleibt draußen bei dir.

Nach und nach bist du immer mehr zum Streicheln zu uns gekommen. Heute, nach 9 Monaten bist du die weltgrößte Schmusebacke weit und breit. Anfangs durfte ich nicht an dein Hundebett kommen und dich streicheln, da hast du geknurrt, bis ich gemerkt habe, dass es meine langen Haare sind, die über deinen Kopf strichen und dir Angst machten. Heute ist das kein Thema mehr.
Allerdings wirst du bis heute nicht gerne angehoben, das magst du nicht. Beim Tierarzt bekommst du deswegen ein Leckerchen, dann einen Maulkorb, bevor ich dich ganz ruhig auf den Tisch hebe. Dann wirst du wieder gelobt, drückst dich fest an mich, und man kann dir problemlos Blut abnehmen. Wieder Lob, wenn du am Boden bist und der Maulkorb herunterkommt. So ist es eine positive Erfahrung für dich, und der Maulkorb eine Selbstverständlichkeit. Unser Tierarzt sagt, selten ist ein Hund so brav und ruhig, wenn die Besitzer anwesend sind. Du vertraust uns, und das missbrauchen wir nie.

Du futterst für dein Leben gern, und hast uns schon Kuchen und Brötchen vom Tisch geklaut und dann unschuldig drein geschaut. Wir haben dich nie auf frischer Tat ertappt, so können wir auch nicht schimpfen, wir passen einfach heute besser auf. Vielleicht musstest du früher um dein Futter kämpfen. Wir wissen es nicht.

Aller Wahrscheinlichkeit nach bist du ein andalusischer Terrier, etwas groß, und sehr kräftig. Zudem bist du eine Jägerin, weswegen wir dich nicht überall frei laufen lassen können. Wenn du einen Hasen oder ein Eichhörnchen siehst gibt es kein Halten. Du hast uns beide schon von den Füßen geholt. Du brauchst Beschäftigung.

Darum haben wir dich auch, obwohl du schon 6 Jahre alt bist, sehr frühzeitig an der Hundeschule angemeldet. Da hat sich sehr bald herausgestellt, dass du eine Sportskanone bist. Kein Hindernis ist dir zu hoch, kein Tunnel zu lang und kein Steg zu schmal, du machst alles gerne und mit Bravour.
Allerdings bist du nicht der Typ „deutscher Schäferhund“. Wenn es dir in der Schule zu langweilig ist, rennst du zu Mama oder Papa und willst lieber gestreichelt werden. Darum bist du auch in die Schulklasse für ausländische Hunde versetzt worden. Dort kannst du mit deinen Freundinnen aus Rumänien und Spanien toben und spielerisch lernen, jeder Hund nach seinem Vermögen. Du gehst deswegen gerne in die Schule und magst auch die Trainerin sehr gern.

Unsere Sprache hast du sehr schnell gelernt, nur ein NEIN, wenn du etwas nicht tun sollst, sagen wir bis heute auf spanisch, da es die größte Wirkung bei dir hat.

Deine große Wunde am Hinterbein haben wir mit viel Geduld, Pflege und Desinfizieren heilen können. Die Entzündung ist ganz verschwunden, du leckst die Wunde nicht mehr, und sie ist tatsächlich mit neuen Haaren fast halb wieder zugewachsen. Oft werden wir von anderen Hundebesitzern auf deine Merkmale angesprochen. Dann erzählen wir mit Stolz deine Geschichte, denn du bist eine ganz besondere Hündin !


Das Ziel
Du hast sicherlich deinen kleinen Dickkopf. Wenn du etwas nicht möchtest ist es besser, dich mit Ruhe und Geduld zu überzeugen, als dich zu zwingen. Du bist eine Hündin mit einer starken Persönlichkeit aber mit einer sehr verletzbaren Seele. Das haben wir in den Monaten mit dir schon oft festgestellt. Du magst Kontinuität, du gehst lieber auf Nummer Sicher. Alles Neue, was dir angeboten wird, machst du gern, so lange deine neue Menschenfamilie dabei ist. Und wenn wir morgens aufstehen, und in deine wunderschönen braunen treuen Augen schauen, dann wissen wir, dass der Tag gut wird, weil wir dich haben!

Menschen haben dich enttäuscht und dir weh getan. Wir sind glücklich, dass wir mit Geduld, viel Zeit und Überzeugungsarbeit dein Vertrauen zurück gewinnen konnten. Du gehörst zu uns, für immer. Du bist einzigartig und wunderbar. Jede Mühe war es wert. Du hast uns schöne Gefühle tausendfach zurückgegeben.

Ein Dankeschön
Unser ganz besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Europäischen Tierschutzvereins, insbesondere Regina Ehrat, für die sehr intensive und ehrliche Beratung und Betreuung zur Adoption von unserer Elly.

Helmut und Marion Limke


24. Januar 2021
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Liebes Tierheim-Team, liebe Heike,

Heute schreib' ich Euch mal ein paar Zeilen. Frauchen schaut gerade nicht. 🤫

Jetzt bin ich schon fast 1 Jahr bei meinem Frauchen. Und es geht mir suuuuper👍

Ich darf überall mit und wenn ich unsicher bin, hilft mir Frauchen da durch. Wenn ich versuche, meinen Kopf durchzusetzen, zeigt mir Frauchen meine Grenzen. Für mich erstmal blöd aber dann doch richtig. Wir sind inzwischen ein tolles Team.

In diesem Jahr habe ich soviel erlebt und gelernt. Trotz Corona. Frauchen sagt: Dann machen wir eben In-Door. Habe schon ein paar Tricks drauf 😎

In meiner neuen Familie gibt es 4 kleine Menschen. Die sind toll😍 und eine ELLA (Labrador Hündin) mit ihr zu toben ist immer lustig.

In der Nachbarschaft gibt es viele 🐕 mit denen ich super klar komme. Ich freue mich immer wenn ich einen treffe. Habe aber auch gelernt, daß nicht alle Hunde nett sind. Also bin ich vorsichtiger bei der ersten Begegnung.

Am schönsten finde ich aber die Spaziergänge und die Kuschelzeiten auf dem Sofa mit meinem Frauchen 🥰

Ich wünsche Euch, Heike und Julietta alles Liebe und Danke💕

Bleibt gesund

Euer Bores




03. Januar 2021
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Am 30.08.2020 haben wir Sansa im Tierheim in Emmendingen abgeholt.
Eine Woche zuvor hatten wir sie zusammen mit unserem Ersthund (Podenco, 2015 adoptiert) für ein erstes Kennenlernen besucht. Danach war schnell klar, dass sie zu uns drei passen wird 😊

Sansa ist nun vier Monate bei uns. Anfangs noch sehr zurückhaltend und schreckhaft, ist sie Tag für Tag mehr aufgetaut. Jetzt ist Menschennähe kein Problem mehr und wird besonders morgens von ihr eingefordert und jede Streicheleinheit genossen. Allgemein orientiert sie sich sehr an unserem Ersthund. Kleine Grundregeln wie Sitz, Platz, Bleib, Hier hat sie superschnell gelernt – „was er macht mache ich auch“ – und zu Belohnungen in Form von Leckerli und Kraulen sagt sie natürlich auch nie nein.
Draußen ist sie typisch Podenco – ist so schön zu sehen, dass sie beim Toben und Rennen keine Anzeichen von Zurückhaltung oder Angst zeigt. Sie genießt es richtig über die freie Wiese zu springen. Und auch neben uns am Fahrrad rennen macht sie super. Andere Hunde sind okay für sie, werden von ihr aber meist erstmal auf Abstand gehalten

Drinnen hat sie ihre Lieblingsplätze gefunden und auch unser Ersthund hat die neue Mitbewohnerin voll akzeptiert.

Wir sind alle sehr happy mit ihr und glauben zu sehen, dass sie es auch ist 😊


02. Januar 2021
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Am 3.10.20 war es soweit. Wir konnten unsere Sandy in Emmendingen abholen. Bei strömenden Regen haben wir sie in unser Wohnmobil gepackt und in ihrem neuen Bettchen untergebracht. Nach dem sie angeschnallt und gesichert war, ging es auch schon los Richtung München.

Sie war so erschöpft, dass sie die ganze Zeit geschlafen hat. Als wir zu Hause angekommen sind, hat sie alles erst einmal erschnüffelt und ihre neue Mitbewohnerin Mary kennengelernt. Wie bei vielen Hunden aus dem Süden waren die Treppen im Haus erstmal ein Problem. Aber Sandy hat es schnell verstanden auch diese Hürde zu meistern und mit Hilfe von Leckerli konnte sie schon bald die Treppen auf- und abwärts toben.
Vieles war sehr neu, aber Sandy gewöhnte sich sehr schnell an ihre neue Umgebung. Ihre Lieblingsbeschäftigung war und ist auch noch „schmusen“. Es kann gar nicht lang genug sein. Es dauerte nicht lang und sie wurde zum Liebling der Familie und der Nachbarn und ……
Sie freut sich sehr auf unsere täglichen Spaziergänge in einem nahe gelegenen Biotop. Dort liebt sie es rumzutollen und mit ihren vielen neuen Hundekollegen zu spielen. Auch kann sie dann dort gleich ein erfrischendes Bad nehmen.

Auch Zuhause in ihrem Garten fühlt sie sich sehr wohl.
In der Küche eignet sie sich sehr als „Kochhund“. Sie beobachtet mit regen Interesse die Kochleidenschaft ihres Herrchen.
Sie macht auch immer mal gerne ein Nickerchen, um das neu Erlebte wieder zu verarbeiten. Besonders am Kamin gefällt es ihr gut.

Mit Mary verträgt sie sich sehr gut und wir glauben, dass dies auch der Mary ( Mudi, 13 Jahre alt ) sehr gut tut.Sie kann die Sandy erziehen und ihr erklären, wie man Haus und Hof zu schützen hat. Natürlich auch, wie man mit Postboten und den Müllmänner umgehen muss.
Im Unterricht ist sie auch sehr aufmerksam und hat auch schon vieles gelernt.

Wir möchten unsere Süße nicht mehr missen. Sie fühlt sich sehr wohl bei uns und erfreut uns täglich mit ihrer Freundlichkeit und Lebensfreude.
Wir wollen uns auch noch einmal ausdrücklich beim Tierschutzverein Europa bedanken. Der Kontakt, die Abwicklung und die Übergabe waren sehr professionell und kompetent. Wir können Sie nur ausdrücklich weiter empfehlen.


01. September 2020
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Endlich daheim – Podenco-Mischlingshündin Tossi

Da ich schon länger eine passende Hündin suchte, aber nirgends fündig geworden war, habe ich mich im Mai 2019 als Pflegestelle mit Bleibeoption für die Podenco-Mischlings-hündin Tossi bei Barbara Renz vom TSV Europa gemeldet. Die Beschreibung von Tossis Charakter, die Bilder und Videos gefielen mir sehr gut; aber ich wollte keinen Hund fest übernehmen, den ich nicht selbst gesehen und kennengelernt hatte. Für Tossi, die schon lange im Tierheim Albayyasa (Baeza, Südspanien) auf ein Zuhause wartete, gab es keine aktuelle Anfrage, und so konnte ich nach Vorkontrolle durch zwei Mitarbeiter des TSV Europa bei mir zu Hause und dem Abschluss eines Pflegevertrages am 15. Juni 2019 meinen Pflegling Tossi in Emmendingen abholen. Die Übergabe der Hunde war sehr gut organisiert. Als nach vielen anderen Hunden dann auch Tossi aus dem Transporter geholt wurde, das Sicherheitsgeschirr angelegt war und sie mir dann übergeben wurde – das war schon ein unvergesslicher Moment! Sie wirkte ganz klein, ängstlich und verschüchtert; ich habe sie dann zum Auto getragen, laufen wollte sie nicht. Die Heimfahrt von ca. 20 km war problemlos. Zu Hause angekommen, ließ ich sie erst mal im Garten schnüffeln, und als wir in die Wohnung gehen wollten, waren die drei Treppenstufen im Hausflur für Tossi unüber¬windlich. Tossi hatte sicherlich noch nie in einem Haus gelebt; alles war neu für sie. Als sie das für sie gerichtete Hundekörbchen entdeckte, legte sie sich gleich hinein und schlief dann mit kurzen Unterbrechungen zwei Tage lang. Wenn ich an dem Körbchen vorbei kam, wedelte sie schüchtern mit dem Schwänzchen und sah mich unverwandt an. Zwei Tage lang wollte sie weder fressen noch trinken; am dritten Tag hatte sie ihre Erschöpfung aber weitgehend überwunden und wurde immer kontaktfreudiger, ließ sich zum Fressen und Trinken animieren und ging mit mir im Garten und auch kleine Runden außerhalb im Sicherheitsgeschirr spazieren. Viele Dinge in der Wohnung wie der laufende Fernseher, ihr eigenes Spiegelbild in der Terrassentür oder harmlose Alltagsgeräusche erschreckten sie anfangs noch sehr; aber ihren Platz auf dem Sofa nahm sie nach Aufforderung sofort gern ein und wollte kuscheln und gekrault werden. Zwei Wochen lang lernte ich Tossi in den unterschiedlichsten Situationen immer besser kennen und war dann ganz sicher, dass sie von ihrem Wesen her der ganz und gar richtige Hund für mich ist. Ich habe dann Barbara Renz, mit der ich in dieser Zeit oft telefoniert habe und von der ich auch viele Informatio¬nen und hilfreiche Ratschläge bekommen habe, angerufen und gesagt, dass für Tossi keine Interessenten mehr nötig sind, da ich sie unbedingt behalten möchte.
Tossi ist eine ganz sanfte, zarte Seele, die mir sehr schnell ihr Vertrauen geschenkt hat, so dass es nicht schwer war, ihr Sicherheit zu vermitteln. Auf unseren Spaziergängen ließ ich sie in aller Ruhe so „bedrohliche“ Dinge wie Müllfahrzeuge, Lastwagen, Straßen¬bahnen, Motorräder, Fahrräder etc. aus größerer Entfernung lange anschauen, und nach kurzer Zeit war all das nicht mehr so furchteinflößend. Innerhalb von wenigen Wochen hatte sie sich an das Leben in der Wohnung und die Umgebung draußen gewöhnt, war stubenrein, hatte die üblichen Grundkommandos, die ein Familienhund so kennen sollte, gelernt, fuhr ruhig im Auto mit und lief sehr gut an der Leine. Es war auch ganz einfach, ihr beizubringen, auch mal entspannt allein daheim zu bleiben; und sie hat viele Hunde aus der Nachbarschaft kennengelernt und neue Hundefreunde gefunden. Auch in der Tierarzt¬praxis war sie freundlich, nicht ängstlich, und hat sich problemlos untersuchen lassen.
Seit einiger Zeit gehe ich mit Tossi auch in eine Hundeschule; beim ersten Training zusammen mit den anderen Hundeschülern war Tossi sehr aufgeregt. Mittlerweile ist sie auch auf dem Hundeplatz ganz entspannt und arbeitet freudig mit. Vor allem lernt sie dort, auch unter größerer Ablenkung zuverlässig zu folgen und sich an mir zu orientieren.
Tossis Jagdtrieb ist ziemlich stark ausgeprägt; Wiesen mit hohem Gras und vielen Mauselöchern zum Buddeln sind ihre wahre Leidenschaft. In ruhiger Umgebung kann ich Tossi auch ohne Leine laufen lassen, da der Rückruf gut funktioniert.
Zu Anfang konnte Tossi mit Bällen, Plüschtieren oder anderem Hundespielzeug gar nichts anfangen. Nach und nach erwachte aber ihr Interesse am Spielen, vor allem Such¬spiele findet sie einfach toll. Den irgendwo im dichten Gebüsch im Garten versteckten Fut¬terbeutel sucht sie mit größter Begeisterung und apportiert ihn zuverlässig.
Aus der anfänglich sehr schüchternen, unsicheren Podenco-Mischlingshündin Tossi ist eine durchaus selbstbewusste, wenn auch vorsichtige Hundedame geworden, die auch gern Kontakt zu freundlichen Menschen unterwegs auf Spaziergängen aufnimmt, sich sehr gern streicheln lässt, aber nie aufdringlich ist. Sie fordert auch zu Hause nichts ein, freut sich aber immer, wenn sie Aufmerksamkeit bekommt oder man etwas mit ihr unternimmt. Meine Sorge, Tossi würde vielleicht die Gesellschaft anderer Hunde vermissen, hat sich als völlig unbegründet erwiesen; im Gegenteil, sie scheint ihr Leben als Einzelprinzessin durchaus zu genießen.
Wie mir oft gesagt wird, ist Tossi ist ein ausgesprochen hübscher Hund; aber was viel wichtiger ist, ist ihr liebes, sanftes, ausgeglichenes Wesen. Sie kommt mit Hunden und Menschen bestens klar und ist sehr folgsam und leicht zu führen. Ich kann einfach nur sagen: Mit Tossi habe ich wirklich einen Traumhund bekommen!

Mein großes herzliches Dankeschön geht an das ganze Team des TSV Europa für sein unermüdliches Engagement für so viele Hunde in Not, besonders aber an Tossis Vermittlerin Barbara Renz für ihre kompetente und geduldige Beratung und Unterstützung. Vielen herzlichen Dank auch an Teresa und das Team von Albayyasa in Baeza für ihre beständige, liebevolle Arbeit im Tierschutz!

Viele Grüße aus Freiburg schicken
Regina Hummel und Tossi


29. Juni 2020
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Endlich zuhause – Ein kleiner Bericht für den TSV Europa
Nachdem wir Jerry zugegebenermaßen nicht auf den ersten Blick auf der Website des TSV Europa in die engere Auswahl genommen haben, sind wir jetzt aber wahnsinnig glücklich mit ihm. Aus dem anfänglichen Angsthasen ist nun – insbesondere auch nach unserem ersten gemeinsamen Wohnmobilurlaub – ein deutlich selbstbewussterer und neugieriger Hund geworden.
Jerry passt so toll zu uns: Ausschlafen im Wohnmobil bis mindestens 11:00 Uhr und viel chillen, aber auch lange Wanderungen mit Klettereinheiten und diverse Bergläufe mit dem Herrchen. Trotz seiner vielen Jahre im Tierheim verhält er sich fast wie ein perfekt ausgebildeter Hund: kein Leinenziehen, kein Pöbeln, Restaurantbesuche ohne Probleme, er bleibt anstandslos allein und macht auch ohne Leine einen großen Bogen um Katzen, Kaninchen, Rehe und sonstiges Getier. Auch bei dem Versuch, sich neben unserem Kater eine Platz auf dem Ledersofa zu ergattern, mussten wir ihn nur einmal konsequent ermahnen.
Nachdem wir mit unserem letzten Hund, einem Rhodesien Ridgeback so ziemlich jeden Schabernack mitmachen und in Sachen Hundeerziehung jegliche Tricks und Gemeinheiten durchziehen mussten, können wir uns nun entspannt zurücklehnen und das einfache Leben mit Jerry genießen.
Vielen Dank an dieser Stelle auch an das Team des TSV Europa e.V. für die großartige Betreuung und Abwicklung!
Alexander & Susanne


14. Juni 2020
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Den Hauptgewinn gezogen….
...so etwas gibt es doch auf dieser Welt, sogar für einen „spanischen Straßenköter“…!
Und mit ein paar Zeilen von mir, möchte ich allen meinen Hundefreunden vom Tierschutzverein Europa ein großes Stück Hoffnung und Zuversicht senden. Und in diesem Zusammenhang auch allen (ehrenamtlichen) Helfern vom TSV Europa für ihren unermüdlichen Einsatz danken. Das ist absolut nicht selbstverständlich was ihr leistet!!!

Die Anfangszeit meines Lebens war nicht sehr erfreulich und ich fand mich trotz meines jungen Alters in einem überfüllten spanischen Tierheim wieder. Meine Lage schien ziemlich ausweglos zu sein und mein Vertrauen in die Gattung Mensch war hoffnungslos zerstört. Ich fand eigentlich alle Zweibeiner beängstigend und dementsprechend mochte ich auf nix und niemanden freudestrahlend zugehen. Das erleichtert leider nicht unbedingt den Ausweg aus dem verdammten Tierheim. Aber irgendwer muss mich wohl doch gemocht haben und so wurde es mir ermöglicht, dass ich nach Deutschland ausreisen und mich auf der Internetseite des TSV Europa vorstellen durfte.

Und siehe da…. Es hat sich tatsächlich eine nette Familie gemeldet, die für mich extra 600 km in den Schwarzwald gefahren ist, um mich auf meiner Pflegestelle zu besuchen. Meine Freude über den neuen Besuch hielt sich absolut in Grenzen und ich verschwand in die hinterste Ecke des Hauses meiner Pflegefamilie.
Ja…was soll ich sagen...irgendwie war es nicht die ersehnte Begrüßung der extra für mich angereisten Gäste. Und diese schienen auch sichtlich „enttäuscht“ gewesen zu sein. Nur aus Höflichkeit und um sich selber die Beine von der langen Autofahrt zu vertreten, sind sie mit mir spazieren gegangen und dies mit der festen Absicht, ohne mich wieder nach Hause zu fahren. Bevor sie mich zurück zur Pflegefamilie bringen wollten, sind wir noch in ein Café gegangen. Ich habe mucksmäuschenstill unter dem Tisch gelegen und habe ich mich nicht gerührt. Während des Bezahlens und dem anschließend geplanten Zurückbringen meiner Wenigkeit habe ich im letzten Moment all meinen Mut zusammengenommen und meinen Kopf auf das Bein meines neuen Frauchens gelegt und sie mit meinen bernsteinfarbenen Augen flehend angeguckt. Irgendetwas in meinem Herzen sagte mir, dass die Leute zwar beängstigend sind, aber irgendwie schienen sie auch ein ganz kleines bisschen sympathisch zu sein. Auf jeden Fall war dieser eine Augenblick ausschlaggebend, dass ich dann doch die Heimreise mit ihnen antreten durfte. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich ganz schön Glück gehabt habe, diesen letzten Augenblick genutzt zu haben.

Und nunmehr lebe ich seit elf Jahren mit meiner neuen Familie zusammen und es ist einfach alles traumhaft schön. Manchmal habe ich zwar die Nerven meiner neuen Familie ziemlich strapaziert, aber als Versöhnung reichte letztendlich immer ein Blick mit meinem lustigen Zottelgesicht. Mein Frauchen sah manchmal gar nicht so amüsiert aus. Einen Tag in der Anfangszeit bin ich mal aus dem Büro entwischt, da jemand die Außentür aus Versehen offengelassen hatte. Mein Frauchen wollte mich einfach nur einfangen und mit mir nach Hause fahren und den Feierabend genießen. Sie hatte aber nicht damit gerechnet, dass sie mich drei Stunden lang nicht einfangen konnte, da ich sie aus Angst immer nur in einem Abstand von 2 m an mich herangelassen habe. Irgendwann ist sie vollkommen entnervt und wutschnaufend ins Büro zurückgegangen, hat alle Türen offengelassen und dann hatte ich auch keine Lust mehr auf das „Spielchen“ und bin freiwillig auf meinen Platz unter den Schreibtisch gelaufen. Sie fand es nur halblustig, war dann aber froh, dass wir mit „etwas Verspätung“ die Heimreise antreten konnten…

Naja, so gab es zwar hin und wieder mal einige „Tiefpunkte“, aber inzwischen lachen wir alle darüber. Denn ich bin zur größten und anhänglichsten Schmusebacke geworden. Wer hätte das jemals gedacht…!?
Mittlerweile habe ich einen großen Freundeskreis mit weiteren Fellnasen aus unserem Dorf, gehe mit Opa regelmäßig zum Metzger Würstchen für mich kaufen (seitdem finde ich Männer auch gar nicht mehr so doof), gehe mit meiner Familie wandern, segeln, Golf spielen, zum Reiten, fahre mit zu Reitturnieren, faulenze im Garten, etc. Ich bin so gut wie immer bei allen Aktivitäten mit dabei.

Das Leben mit der Familie ist einfach der absolute Hauptgewinn. Auch in den kühnsten Träumen hinter Gittern in Spanien hätte ich mir so ein Leben nicht vorstellen und erhoffen können.
Von daher drücke ich allen meinen Hundefreunden ganz fest die Daumen, dass auch sie so eine tolle und liebevolle Familie finden werden.
Träume können doch in Erfüllung gehen, von daher gebt die Hoffnung nicht auf…!
Eure Nicky

P.S.: Und jetzt werde ich im Garten noch etwas chillen… das habe ich von den Kindern gelernt… chillen macht einfach nur Spaß… ;o)

Wenn ihr auf Nicky Bild klickt, seht ihr Bilder von ihr von früher und heute in ihrem zu Hause


08. Juni 2020
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Endlich daheim - Bericht für TSV Europa (08.06.2020)

Unsere Geschichte mit Lucky begann im April als wir ihn unter seinem spanischen Namen "Pelusín" auf der Internetseite des TSV Europa entdeckten und uns Hals über Kopf in ihn verliebten. Zunächst zögerten wir: würden unsere Kater mit ihm klarkommen? Nach den ersten Telefongesprächen mit Frau Kaiser und Frau Renz stand für uns fest: er ist es und so fuhren wir kurze Zeit später nach Freiburg, um ihn von seiner Pflegemama Bianca Kaiser abzuholen.

Lucky ist nun seit drei Wochen bei uns und hat schon sehr viel erlebt: neue Menschen, neue Hundekumpel und sogar schon den ersten richtigen Wolkenbruch. Unser kleiner Windhund ist sehr anhänglich und möchte am liebsten rund um die Uhr mit uns zusammen sein. Er freut sich sehr über unsere Zuwendung und die Kuscheleinheiten. In den Garten geht er inzwischen schon alleine und kommt kurze Zeit später wie ein Blitz zurück ins Haus gestürmt als ob er sicherstellen wolle, dass wir noch immer da sind. Nachts schläft er bei uns und beim Stichwort „Heia“ stürmt er ins Schlafzimmer und plumpst in sein Körbchen. Einzig unsere beiden Kater Rasty und Sherry müssen sich erst noch an den Familienzuwachs gewöhnen. Wir hoffen, dass er bald lernen wird, dass die beiden zur Familie gehören und ein friedliches Nebeneinander möglich ist. Ein herzliches Dankeschön für die kompetente und liebevolle Unterstützung von Frau Kaiser und Frau Renz und ein ganz besonderer Dank auch an Luckys Pflegemama Marieta und dem Team vom Tierheim Hogar de Asis für den unermüdlichen Einsatz und die Liebe, mit der sie ihm den Weg in ein neues Leben ermöglicht haben.

Liebe Grüße aus Windfus senden
Petra Welter und Michael Gerheim


Iris Leimstoll (Sprachen: Deutsch, Englisch)
Telefon: 0761 584364 (18-20 Uhr)
Handy: 0151 20780353
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